Ungeduld.

über Ungeduld lässt sich ja so einiges schreiben. Auch so einiges denken. Nur meistens nichts, was wir gut finden :). Geduld zählt als Tugend: ein geduldiger Mensch erträgt Schwierigkeiten und unangenehme Situationen mit Gelassenheit, stellt unerfüllte Wünsche und Sehnsüchte zurück. Ein ungeduldiger Mensch wird dabei wahnsinnig. Aber ich glaube, man kann im Leben auch beides sein. Auf lange Sicht ist man ein geduldiger Mensch, aber in bestimmten oder alltäglichen Situationen stellt sich schnell die Ungeduld ein. So ist es bei mir oft. Und über diese Art von Ungeduld wollte ich kurz berichten. Über die Nach- aber auch über die Vorteile. Wenn ich ein kreatives Projekt anfange, läuft das meistens so: ich mache einen kleinen Plan, „was wann wie und was benötige ich dazu“. Und dann fange ich vor lauter Enthusiasmus und Ideen doch schon mal an. Plan vergessen. Kreatives Chaos stellt sich ein. Es fehlt dies, ach noch mal schnell los und holen. Man sollte 30 Minuten warten und trocknen lassen, ach zehn Minuten reichen doch bestimmt. Mist, doch nicht, naja jetzt ist es passiert (…) Vorteile: Ich steh mir nicht durch Überplanung und Vorsicht im Weg, bin offen für alles mögliche, probiere mich aus, lerne schon mal dabei aus meinen Fehlern und habe schnell ein halbwegs gutes oder oft auch richtig gutes Ergebnis. Meistens nicht so, wie ich es z.B. auf Pinterest oder sonstwo gesehen habe, aber in meinen Augen besser, die Fehler durch Ungeduld lassen Zufallsergebnisse entstehen, die manchmal sehr charmant und charakteristisch sein können. Nachteile bzw. Risiken: Ich überstürze vieles, habe statt eines fertigen Ergebnisses drei halbfertige und bin frustriert. Muss vielleicht von vorne anfangen oder nacharbeiten und Fehler ausgleichen. Eigentlich nicht dramatisch, aber: das schlimmste an der Ungeduld ist, dass man mit sich selbst ungeduldig und unzufrieden ist – und das ist kein positives Gefühl und außerdem sehr sinnfrei und überflüssig.

Tja. Die Frage ist wie so oft: was ist denn nun besser? Und ist das eine Frage, die man beantworten kann bzw. sollte, denn wenn Geduld besser wäre, kann ich es schaffen, mit meiner Ungeduld ein geduldiger Mensch zu werden? Da werde ich doch sicher beim Zusehen ungeduldig 🙂

Ergebnis: Keins. Ich sollte meine Ungeduld akzeptieren, aber wenn sie mir auffällt und ich zu oft unzufrieden mit mir selbst bin, dann sollte ich an diesem Verhalten wohl mal arbeiten. Das ist ja nur immer sehr aufwendig – und man braucht wirklich viel Geduld, eigenes Verhalten zu verändern. Puh.

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